Website erstellen lassen: Was es 2026 wirklich kostet

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Kurz gesagt: Eine individuell gebaute Unternehmenswebsite mit 5 bis 15 Seiten kostet bei einer Agentur realistisch 8.000 bis 25.000 €; bei uns starten Projekte mit echter Substanz bei 5.000 €. Dazu kommen laufende Kosten von etwa 50 bis 200 € im Monat für Hosting, Domain und Wartung. Der Preis hängt vor allem am Individualisierungsgrad, nicht an der Seitenzahl.

„Was kostet denn so eine Website?” ist die Frage, die wir am häufigsten hören – und die sich am schlechtesten in einem Satz beantworten lässt. Die ehrliche Antwort lautet erst mal: Es kommt darauf an. Nicht als Ausrede, sondern weil hinter dem Wort „Website” drei sehr verschiedene Produkte stecken, die preislich um den Faktor 50 auseinanderliegen können.

Dieser Artikel gibt dir trotzdem Zahlen an die Hand – belastbare Spannen für 2026, sortiert nach Website-Typ, plus die laufenden Kosten, die in den meisten Angeboten unter den Tisch fallen. Am Ende kannst du ein Angebot einschätzen, ohne selbst Entwickler zu sein.

Warum „was kostet eine Website” keine ehrliche Einzelzahl hat

Wenn dir jemand ohne Rückfrage einen Festpreis für „eine Website” nennt, hat er entweder ein Standardpaket im Kopf, das vielleicht nicht zu dir passt – oder er rät. Der Preis hängt an vier Hebeln:

  • Umfang: fünf Seiten oder fünfzig, ein Standort oder zwanzig, eine Sprache oder drei.
  • Individualisierung: fertiges Template anpassen oder Design und Technik von Grund auf bauen.
  • Funktionen: reine Darstellung, oder Formulare, Buchung, Shop, Login-Bereich, Schnittstellen.
  • Content: lieferst du Texte und Bilder, oder soll die Agentur das mitmachen?

Denselben Hebel legt jeder Anbieter anders um. Deshalb bringt der Blick auf eine einzelne Zahl wenig – der Blick auf die Kategorie dahinter dagegen viel.

Preisspannen 2026 nach Website-Typ

Die folgenden Spannen sind Marktrichtwerte für den DACH-Raum bei Umsetzung durch eine Agentur oder erfahrene Freelancer. Baukasten-Eigenbau liegt darunter, Enterprise-Projekte darüber.

Website-TypRealistische SpanneWofür
Landingpage (1 Seite)800 – 3.000 €Kampagne, Produkt, Event
Kleine Firmenwebsite (bis 5 Seiten)3.000 – 8.000 €Selbstständige, kleine Betriebe
Unternehmenswebsite (5–15 Seiten, individuell)8.000 – 25.000 €Mittelstand, individuelles Design
Website + Shop (WooCommerce)15.000 – 40.000 €Verkauf mit überschaubarem Sortiment
Webanwendung / Portalab 10.000 €Custom-Logik, Login, Schnittstellen
Multi-Tenant-Plattformab 25.000 €Mehrere Mandanten, eigenes Branding je Kunde

Zur Einordnung, wie wir selbst kalkulieren: Eine WordPress-Website mit echter Substanz starten wir bei 5.000 €, eine individuelle Laravel-Webanwendung bei 10.000 €. Das sind Einstiegspunkte, keine Endpreise – aber sie zeigen die Größenordnung, in der individuelle Arbeit realistisch beginnt.

Website erstellen lassen oder selbst bauen?

Die Frage vor der Preisfrage: Brauchst du überhaupt eine Agentur? Ehrliche Antwort – nicht immer. Ein Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace) kostet 10 bis 40 € im Monat und reicht, wenn die Website eine digitale Visitenkarte sein soll: Adresse, Öffnungszeiten, drei Fotos.

Die Grenze kommt, sobald die Website Kunden gewinnen soll. Dann zählen Google-Rankings, Ladezeit, individuelle Funktionen und eine Struktur, die zu deinem Vertrieb passt – und genau da stoßen Baukästen an Decken, die sich später teuer rächen: mittelmäßige Performance, austauschbares Design, kein sauberer Umzugsweg für Inhalte und Rankings. Wer erst mit dem Baukasten startet und zwei Jahre später doch eine Website professionell erstellen lässt, zahlt doppelt – inklusive des Traffics, der in der Zwischenzeit an sichtbarere Wettbewerber ging.

Faustregel: Website als Pflichtangabe → Baukasten. Website als Vertriebskanal → erstellen lassen.

Die Kostenfaktoren im Detail

Design. Ein angepasstes Template ist günstig, sieht aber selten nach dir aus. Ein eigenes Design – Wireframes, Bildsprache, Komponenten – kostet mehr, ist aber der Unterschied zwischen „auch so eine Seite” und einem Auftritt, der zur Marke passt.

Content. Wer Texte und Bilder selbst liefert, spart. Wer professionelle Fotografie, Textredaktion und eine SEO-Grundstruktur dazubucht, sollte je nach Umfang mit einem vier- bis niedrig fünfstelligen Zusatzbetrag rechnen. Content ist der Posten, der in günstigen Angeboten am häufigsten fehlt.

Funktionen. Ein Kontaktformular ist Standard. Eine Buchungslogik, ein Konfigurator, ein Mitgliederbereich oder eine Anbindung an dein ERP/CRM ist Entwicklung – und die skaliert mit der Komplexität, nicht mit der Seitenzahl.

Stundensätze. Zur Orientierung: Erfahrene Webentwickler im DACH-Raum liegen 2026 bei etwa 110 bis 150 € pro Stunde. Wenn ein Angebot deutlich darunter liegt, lohnt die Frage, wer da tatsächlich arbeitet und wo die Differenz herkommt.

Der Posten, den fast jeder vergisst: die laufenden Kosten

Die meisten Angebote reden über den Bau. Der Bau ist aber nur die erste Hälfte der Rechnung. Danach kommen:

  • Hosting & Domain: je nach System wenige Euro bis mittlere zweistellige Beträge pro Monat.
  • Wartung: bei WordPress kein Luxus, sondern Versicherung – Updates, Backups, Sicherheits-Monitoring. Wir bieten das ab 99 €/Monat an; mehr dazu auf der Seite zur WordPress-Wartung.
  • Weiterentwicklung: neue Seiten, Kampagnen, kleine Features. Eine Website ist selten „fertig”.

In Summe landest du bei laufenden Kosten von grob 50 bis 200 € im Monat. Über fünf Jahre sind das 3.000 bis 12.000 € – bei vielen Projekten die zweite Hälfte der Gesamtrechnung. Genau hier trennt sich die Technologiewahl: Eine statische Astro-Seite hat strukturell weniger bewegliche Teile und damit weniger laufenden Aufwand als ein Plugin-schweres WordPress. Wir haben diesen Unterschied im ehrlichen Vergleich Astro vs. WordPress auseinandergenommen.

Total Cost of Ownership: rechnet die fünf Jahre, nicht den Bau

Der teuerste Fehler bei der Website-Kalkulation ist, nur auf den Angebotspreis zu schauen. Ein Beispiel aus der Praxis: Eine günstig gebaute WordPress-Seite mit zwanzig Plugins kostet im Bau vielleicht die Hälfte – und danach jedes Jahr Zeit und Geld für Updates, Konflikte und Sicherheits-Flickwerk. Eine etwas teurer, aber sauber gebaute Seite ist über fünf Jahre oft die günstigere.

Rechne deshalb nicht „was kostet die Website”, sondern „was kostet sie mich, bis ich sie das nächste Mal grundlegend anfasse”. Diese Zahl entscheidet, nicht der Betrag auf der ersten Rechnung.

Woran du ein faires Angebot erkennst

  • Es fragt vor dem Preis nach deinem Ziel, deinem Umfang und wer die Seite später pflegt.
  • Es trennt Einmal- und laufende Kosten sauber – keine Überraschungen nach dem Launch.
  • Es sagt, was nicht enthalten ist (Content, Fotos, Wartung), statt es zu verschweigen.
  • Es nennt eine Technologie mit Begründung, nicht „modern” als Selbstzweck.
  • Du bekommst einen Ansprechpartner, keine Ticketnummer.

Ein Angebot, das diese fünf Punkte erfüllt, darf teurer sein als das billigste – es kostet dich am Ende meist weniger.


Du willst wissen, was deine Website realistisch kostet? Sag uns, was sie leisten soll, wie viele Seiten du planst und wer sie später pflegt – du bekommst von uns eine ehrliche Einschätzung mit klarer Trennung von Einmal- und laufenden Kosten. Schreib uns kurz. Wie ein Projekt bei uns abläuft – vom Erstgespräch bis zum Launch – steht auf der Seite Website erstellen lassen.

Häufige Fragen

Was kostet eine professionelle Unternehmenswebsite?

Für eine individuell gebaute Unternehmenswebsite mit eigenem Design und 5 bis 15 Seiten liegt eine realistische Spanne bei einer Agentur zwischen 8.000 und 25.000 €. Einfache Website-Baukästen gibt es ab wenigen Hundert Euro, komplexe Auftritte mit Shop, Portalen oder Schnittstellen kosten deutlich mehr. Der Preis hängt vor allem am Individualisierungsgrad, nicht an der Seitenzahl.

Was kostet eine Website laufend im Monat?

Rechne mit laufenden Kosten von etwa 50 bis 200 € im Monat für Hosting, Domain und Wartung – je nach System und Sicherheitsanspruch. Bei WordPress liegt der größere Posten meist in der Pflege (Updates, Backups, Sicherheit), bei einer statischen Astro-Seite sind Hosting und Wartung strukturell günstiger. Diese laufenden Kosten summieren sich über fünf Jahre oft zur zweiten Hälfte der Gesamtrechnung.

Warum sind die Preise für Websites so unterschiedlich?

Weil Website nicht gleich Website ist. Ein Baukasten-Template, eine individuell gestaltete Firmenseite und eine Plattform mit Schnittstellen sind drei völlig verschiedene Produkte. Dazu kommen Design-Aufwand, Content-Erstellung, Funktionen und die Frage, ob jemand die Seite langfristig wartet. Ein niedriger Angebotspreis bedeutet oft, dass eine dieser Positionen fehlt und später separat berechnet wird.

Lohnt es sich, eine Website erstellen zu lassen, statt sie selbst zu bauen?

Wenn die Website nur eine digitale Visitenkarte sein soll, reicht ein Baukasten für wenige Hundert Euro. Sobald sie Kunden gewinnen soll – über Google-Rankings, Ladezeit und individuelle Funktionen – lohnt das Erstellen lassen: Eine professionell gebaute Seite ab etwa 5.000 € holt die Investition über Anfragen meist schneller wieder rein, als eine Baukasten-Seite je Sichtbarkeit aufbaut.

Ist eine teurere Website automatisch besser?

Nein. Teuer garantiert keine Qualität, und günstig ist nicht automatisch schlecht. Entscheidend ist, ob der Preis zu dem passt, was du wirklich brauchst. Für eine überschaubare Firmenwebsite ist ein 40.000-€-Angebot überdimensioniert, für eine Plattform mit Kundenportal ist ein 3.000-€-Angebot unrealistisch. Prüf, was im Preis steckt, nicht nur die Zahl darunter.

Daniel Nilges
Daniel Nilges

Gründer & Full-Stack-Entwickler

20+ Jahre Erfahrung in der Webentwicklung. Spezialisiert auf Laravel, WordPress und individuelle Software für den Mittelstand.