WordPress-Fehler beheben: Die häufigsten Probleme und ihre Lösung

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Die meisten WordPress-Fehler sehen dramatischer aus, als sie sind. Fast alle lassen sich anhand dessen einordnen, was du gerade siehst – eine weiße Seite, eine konkrete Meldung oder einen Fehlercode. Dieser Überblick sortiert die häufigsten Fälle und führt dich jeweils zur passenden Lösung.

Bevor du startest: Lege ein Backup an, sobald du wieder Zugriff hast – besonders, wenn du an wp-config.php, der Datenbank oder dem Theme-Code arbeitest.

Du siehst eine weiße Seite (White Screen of Death)

Eine komplett leere, weiße Seite ohne Fehlermeldung. Häufigste Ursachen: ein PHP-Fehler in Theme oder Plugin – oder ein zu niedriges Memory Limit. Die vollständige Diagnose und alle Lösungswege → White Screen of Death in WordPress beheben.

Tritt die weiße Seite vor allem im Backend, in der Mediathek oder im Page-Builder auf, ist meist der Arbeitsspeicher zu knapp → WordPress Memory Limit erhöhen.

Du siehst „There has been a critical error on this website”

WordPress’ eigene Auffang-Meldung seit Version 5.2. Anders als beim weißen Bildschirm fängt WordPress den Fatal Error ab und schickt dir – sofern die Admin-E-Mail erreichbar ist – eine Mail mit einem Recovery-Mode-Link, über den du die verursachende Erweiterung deaktivieren kannst → Critical Error und Recovery Mode in WordPress.

Du siehst „Error establishing a database connection”

WordPress erreicht seine Datenbank nicht. Typisch nach einem Server-Umzug oder bei falschen Zugangsdaten in der wp-config.php. Prüfe Datenbankname, Benutzer, Passwort und Host – und ob der Datenbankserver überhaupt läuft → Datenbankverbindung fehlgeschlagen beheben.

Du siehst einen „500 Internal Server Error”

Ein Sammelfehler des Servers. Häufige Auslöser: eine fehlerhafte .htaccess, erschöpfte PHP-Worker oder ein PHP-Fehler. Der erste Blick gehört dem Server-Errorlog → 500 Internal Server Error in WordPress beheben.

Du kommst gar nicht erst ins Backend

Login klappt nicht, Passwort-Reset schlägt fehl, oder Administratorrechte sind weg? Das ist ein eigenes Thema mit eigenen Lösungswegen → Ausgesperrt aus dem WP-Admin: Zugriff zurückholen.

„Briefly unavailable for scheduled maintenance”

Ein hängengebliebenes Update hat die Wartungssperre nicht entfernt. Die Lösung ist meist eine einzige Datei (.maintenance) im Hauptverzeichnis → Wartungsmodus in WordPress beheben.

Upload schlägt fehl oder Dateien sind „zu groß”

WordPress meldet „Die hochgeladene Datei überschreitet upload_max_filesize”? Das Limit ist serverseitig gesetzt und lässt sich über php.ini, .htaccess oder .user.ini anpassen → WordPress Upload-Limit erhöhen.

„Maximum execution time exceeded”

PHP bricht einen Vorgang ab, weil er zu lange dauert – typisch bei Importen, Backups oder Updates. Die Ausführungszeit lässt sich anheben; manchmal steckt aber ein größeres Problem dahinter → Maximum execution time exceeded beheben.

Erste Hilfe, die fast immer hilft

Unabhängig von der konkreten Meldung bringen dich diese drei Schritte in den meisten Fällen weiter:

  1. Fehlermeldungen sichtbar machen: define( 'WP_DEBUG', true ); und define( 'WP_DEBUG_LOG', true ); in der wp-config.php. Die Logdatei landet unter /wp-content/debug.log. (Auf Live-Seiten danach wieder ausschalten.)
  2. Plugins eingrenzen: alle Plugins deaktivieren (notfalls per FTP den Ordner /wp-content/plugins/ umbenennen) und einzeln wieder aktivieren, bis der Fehler zurückkommt.
  3. Standard-Theme testen: kurz auf ein Twenty-Twenty-Theme wechseln, um Theme-Ursachen auszuschließen.

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Findest du die Ursache nicht oder willst nicht selbst graben: Schreib uns kurz – wir bringen die Seite wieder zum Laufen und sagen dir, was sie umgeworfen hat.

Häufige Fragen

Wie behebe ich WordPress-Fehler systematisch?

Nicht raten, sondern nach dem vorgehen, was du siehst. Fast jeder WordPress-Fehler lässt sich anhand des Symptoms einordnen – eine weiße Seite, eine konkrete Meldung wie There has been a critical error oder ein Fehlercode wie 500. Aus dem Symptom ergibt sich der Lösungsweg. Drei Schritte helfen fast immer: Fehlermeldungen über WP_DEBUG_LOG sichtbar machen, Plugins einzeln eingrenzen und testweise auf ein Standard-Theme wechseln.

Was ist der erste Schritt bei einem WordPress-Fehler?

Zwei Dinge zuerst: ein Backup anlegen, sobald du wieder Zugriff hast, und die eigentliche Fehlermeldung sichtbar machen. Statt zu raten schaltest du in der wp-config.php WP_DEBUG_LOG ein, sodass die genaue Datei und Zeile in /wp-content/debug.log landet. Diese Meldung führt dich fast immer direkt zur Ursache – ohne sie arbeitest du im Blindflug.

Warum sehe ich keine Fehlermeldung, nur eine weiße Seite?

Weil die Anzeige von Fehlern im Live-Betrieb standardmäßig ausgeschaltet ist – aus gutem Grund, damit Besucher keine internen Details sehen. Der Fehler passiert also, wird nur nicht angezeigt. Schalte das Debug-Logging in der wp-config.php ein, dann steht die Meldung in der Logdatei. Seit WordPress 5.2 wird der weiße Bildschirm außerdem oft durch die Critical-Error-Meldung ersetzt.

Wie verhindere ich WordPress-Fehler?

Viele Fehler entstehen dort, wo Pflege fehlt: veraltete Plugins, ein zu knappes Memory Limit, riskante Updates ohne Test. Regelmäßige Updates über eine Staging-Umgebung, ausreichende PHP-Limits, getestete Backups und Monitoring fangen die meisten Probleme ab, bevor sie zum Ausfall werden. Das ist der Kern einer guten WordPress-Wartung.

Daniel Nilges
Daniel Nilges

Gründer & Full-Stack-Entwickler

20+ Jahre Erfahrung in der Webentwicklung. Spezialisiert auf Laravel, WordPress und individuelle Software für den Mittelstand.