Website-Relaunch: Kosten, Ablauf und die teuersten SEO-Fallen

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Kurz gesagt: Ein Website-Relaunch kostet grob so viel wie eine neue Website plus Migration: bei uns 5.000–8.000 € für Unternehmenswebsites, ab 5.000 € für statische Astro-Sites – dazu Inhalts-Übernahme und Redirect-Mapping. Das Redirect-Mapping ist dabei der Posten, an dem gespart am teuersten wird: Ohne ihn verliert die neue Site die aufgebauten Rankings.

Ein Website-Relaunch ist zwei Projekte in einem: eine neue Website bauen – und dabei nichts von dem verlieren, was die alte sich aufgebaut hat. Der zweite Teil wird regelmäßig unterschätzt, und genau dort entstehen die teuersten Fehler. Dieser Artikel legt beides offen: was ein Relaunch kostet, wie er sauber abläuft, und welche SEO-Fallen Rankings vernichten, die über Jahre gewachsen sind.

Wann ein Relaunch ansteht – und wann ein Refresh reicht

Nicht jede in die Jahre gekommene Website braucht den Neubau. Ein Refresh – neue Texte, aktuelle Bilder, überarbeitete Sektionen – reicht, solange Technik und Seitenstruktur tragen. Ein Relaunch steht an, wenn die Basis das Problem ist:

  • Die Technik ist so veraltet, dass jedes Update ein Risiko ist – oder gar keine Updates mehr kommen.
  • Die Ladezeiten bleiben trotz Optimierung schlecht, weil das Fundament sie deckelt.
  • Das Design kostet erkennbar Vertrauen – die Website wirkt älter als das Unternehmen.
  • Die Struktur passt nicht mehr zum Angebot: Leistungen fehlen, rankende Inhalte führen ins Leere.

Die Faustregel: Wenn die Liste der Einzelmaßnahmen länger und teurer wird als der Neubau, ist der Neubau die ehrlichere Rechnung.

Was ein Relaunch kostet

Die Basis ist der Preis einer neuen Website: Bei uns starten Unternehmenswebsites bei 5.000–8.000 € mit Festpreis-Angebot, statische Astro-Sites bei 5.000 €. Beim Relaunch kommen zwei Posten dazu, die ein Neubau auf der grünen Wiese nicht hat:

  • Content-Migration: Bestandsinhalte sichten, übernehmen, aussortieren. Bei zwanzig Seiten Handarbeit, bei zweihundert ein eigenes Teilprojekt.
  • Redirect-Mapping: Jede alte URL bekommt ein definiertes Ziel. Das ist Fleißarbeit mit direktem Sichtbarkeits-Effekt – und der Posten, der in Billig-Angeboten als Erstes fehlt.

Die ehrliche Gesamtrechnung schaut außerdem nach vorn: Aufbau- und Betriebskosten gehören zusammen gerechnet. Ein Relaunch, der von wartungsintensiver Technik auf eine statische Site wechselt, senkt die laufenden Kosten spürbar – und finanziert damit über drei bis fünf Jahre einen Teil des Neubaus.

Der Ablauf in sechs Schritten

  1. Bestandsaufnahme. Welche Seiten ranken, welche bringen Anfragen, welche liest niemand? Search-Console- und Analytics-Daten entscheiden, was die neue Site erben muss – bevor irgendetwas designt wird.
  2. Ziele und Struktur. Was soll die neue Website leisten, für wen, mit welchen Seiten? Hier fällt auch die Technologie-Entscheidung – die Entscheidungsstrecke dazu haben wir separat dokumentiert.
  3. Inhalte zuerst. Texte und Bilder werden vor der Entwicklung geklärt, nicht währenddessen. Fehlender Content ist der häufigste Grund, warum Relaunches doppelt so lange dauern wie geplant.
  4. Design und Entwicklung. Umsetzung auf einer Entwicklungsumgebung – mit Feedback in festen Schleifen statt Dauerabstimmung.
  5. Redirect-Mapping und Launch-Check. Jede alte URL bekommt ihre 301-Weiterleitung, die technische Checkliste läuft durch: Indexierbarkeit, Ladezeiten, Formulare, strukturierte Daten.
  6. Launch und Beobachtung. Nach dem Livegang wird die Search Console wochenlang beobachtet: Crawling-Fehler, 404-Treffer, Ranking-Bewegungen. Ein Relaunch ist erst fertig, wenn die Kurven stabil sind.

Die teuersten SEO-Fallen beim Relaunch

Fast jeder Relaunch-Schaden, den wir in Audits sehen, geht auf einen dieser fünf Fehler zurück:

  1. Redirects vergessen. Alte URLs sterben mit 404, und mit ihnen die Rankings und jeder externe Link, der je auf sie zeigte. Die Regel ist simpel und unbequem: Jede indexierte URL bekommt eine 301-Weiterleitung auf ihr inhaltliches Pendant – nicht pauschal auf die Startseite.

    Die Fleißarbeit nimmt dir unser Generator ab – Alt-Neu-Liste einfügen, fertige .htaccess-Regeln kopieren:

    301-Redirect-Generator

    Weiterleitungen für die .htaccess erzeugen

    Eine Zeile pro Weiterleitung: alte Adresse, Leerzeichen oder Pfeil, neue Adresse. Alles läuft in deinem Browser.

    In die .htaccess im Web-Root, oberhalb des WordPress-Blocks. Reihenfolge beachten: speziellere Pfade zuerst. Danach jede alte URL einmal im Browser testen.

    # Oben Weiterleitungen eintragen …

    Deine URLs verlassen den Browser nicht – die Regeln werden lokal per JavaScript erzeugt.

  2. URLs ohne Not ändern. Jede geänderte URL ist ein Umzug mit Reibungsverlust. Wo die Struktur nicht zwingend besser wird, bleiben die Adressen, wie sie sind.

  3. Rankende Inhalte löschen. „Die alte Ratgeber-Seite passt nicht mehr zum Design” ist kein Löschgrund, wenn sie monatlich Besucher bringt. Erst der Abgleich mit den Suchdaten entscheidet, was gehen darf.

  4. Das noindex mit live nehmen. Die Entwicklungsumgebung ist für Google gesperrt – und diese Sperre wandert erschreckend oft mit auf die Live-Site. Ein Klassiker mit Totalschaden-Potenzial, der im Launch-Check zwei Minuten kostet.

  5. Langsamer live gehen als vorher. Wenn die neue Site schwerer lädt als die alte, verschenkt der Relaunch seinen größten Hebel. Ladezeit ist beim Neubau eine Design-Entscheidung, keine Nachbesserung.

Der Technologiewechsel als Relaunch-Chance

Wer ohnehin neu baut, sollte die Technologie-Frage nicht überspringen: Ein Relaunch ist der eine Moment, in dem der Wechsel von einem wartungsintensiven Setup auf eine statische Architektur keinen Zusatzumzug kostet. Ob sich das für deinen Fall lohnt, haben wir in Astro statt WordPress? ehrlich abgewogen – und wann der Wechsel auf ein Headless-System sinnvoll ist, im Replatforming-Artikel.

Ehrliches Fazit

Ein guter Relaunch ist unspektakulär: Die Besucher sehen eine schnellere, klarere Website – und Google sieht denselben Inhalt unter sauber weitergeleiteten Adressen. Die Kosten sind planbar, wenn Migration und Redirects von Anfang an eingepreist sind statt als Überraschung zu kommen. Und der größte Fehler ist keiner der technischen: Es ist der Relaunch ohne Blick in die eigenen Daten – der eine Website ersetzt, ohne zu wissen, was an ihr funktioniert hat.


Du denkst über einen Relaunch nach? Schick uns deine Website – wir schauen auf Technik, Ladezeit und Suchdaten und sagen dir ehrlich, ob es der Neubau sein muss oder ein Refresh reicht: Schreib uns kurz. Festpreis und Ablauf: Website erstellen lassen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Website-Relaunch?

Grob dasselbe wie eine neue Website plus Migrationsaufwand: Bei uns starten Unternehmenswebsites bei 5.000–8.000 €, statische Astro-Sites bei 5.000 € – dazu kommen beim Relaunch die Übernahme der Bestandsinhalte und das Redirect-Mapping. Die ehrliche Rechnung zählt außerdem die Betriebskosten der nächsten Jahre mit: Ein Relaunch, der den Pflegeaufwand senkt, finanziert einen Teil seiner Kosten selbst.

Wie lange dauert ein Website-Relaunch?

Typisch vier bis acht Wochen ab finalem Briefing – abhängig vom Umfang der Inhalte und davon, wie schnell Feedback-Schleifen laufen. Der häufigste Verzögerer ist nicht die Technik, sondern fehlender Content: Wer Texte und Bilder erst während der Entwicklung klärt, verdoppelt die Laufzeit. Deshalb steht die Bestandsaufnahme der Inhalte bei uns am Anfang, nicht am Ende.

Verliere ich beim Relaunch meine Google-Rankings?

Nur wenn Fehler passieren – und genau die sind vermeidbar. Die drei größten: alte URLs ohne 301-Weiterleitung sterben lassen, rankende Inhalte ersatzlos löschen und das noindex der Entwicklungsumgebung mit live nehmen. Mit vollständigem Redirect-Mapping, einem Inhalts-Abgleich vor dem Löschen und einem technischen Launch-Check bleibt die Sichtbarkeit erhalten – oft steigt sie danach, weil die neue Seite schneller ist.

Relaunch oder lieber die bestehende Website überarbeiten?

Ein Refresh (Texte, Bilder, einzelne Sektionen) reicht, wenn Technik und Struktur tragen. Ein Relaunch lohnt, wenn die Basis das Problem ist: veraltete Technik, die Updates zum Risiko macht, Ladezeiten, die trotz Optimierung schlecht bleiben, ein Design, das Vertrauen kostet, oder Inhalte, die strukturell am Bedarf vorbeigehen. Faustregel: Wenn die To-do-Liste der Einzelmaßnahmen den Neubau übersteigt, ist der Neubau ehrlicher.

Daniel Nilges
Daniel Nilges

Gründer & Full-Stack-Entwickler

20+ Jahre Erfahrung in der Webentwicklung. Spezialisiert auf Laravel, WordPress und individuelle Software für den Mittelstand.